Mitgliedsstaaten der EU
Der Staatenverbund der Europäischen Union umfasst zur Zeit 27 Staaten. Mit fünf weiteren Staaten befindet sich die EU in Beitrittsverhandlungen. In der Entwicklung der EU differenziert man zwischen vier Beitrittswellen, den EWG-6, also den sechs Gründungsstaaten, wozu Belgien, die Niederlande, Luxemburg, Italien, Frankreich und Deutschland zählen. In dem Vertrag von Paris schlossen sich diese sechs Staaten zum 1. Januar 1958 zu einem Wirtschaftsbündnis mit dem Namen EWG, der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, zusammen. Die erste Beitrittswelle fällt bis in die Jahre 1994. Zunächst traten Dänemark, Irland und das Vereinigte Königreich Großbritannien 1973 dem Staatenbündnis, was nunmehr schon EU, Europäische Union genannt wurde, bei. Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft stellte zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Säule der EU dar, deren Kompetenzen ausgeweitet wurden.
Mit dem 1. Januar 1981 wurde Griechenland aufgenommen und fünf Jahre später folgten Spanien und Portugal, die USA gehören natürlich nicht dazu. Bei den Beitrittsstaaten EU-15 handelt es sich um jene Staaten, die zum April 2004 Aufnahme fanden. Finnland, Österreich und Schweden entschieden sich zum 1. Januar 1995 zum Beitritt. Die Erweiterung der EU erlebte ihren Höhepunkt im Jahre 2004, als gleich zehn Staaten zum 1. Mai 2004 Aufnahme in der EU fanden. Diese Staaten kamen vornehmlich aus dem Osten und Süden Europas, es waren Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Slowenien, Zypern und Malta. Nun fanden sich schon 25 Staaten unter dem Schirm der EU zusammen. Zum 1. Januar 2007, zeitgleich mit dem Vertrag von Lissabon, traten Bulgarien und Rumänien bei. Mit Island, Kroatien, Mazedonien, Mazedonien und der Türkei befindet sich die EU in Beitrittsverhandlungen.