Die Geschichte der Europäischen Union

Die Historie der Europäischen Union begann in den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Mit der Intension einer zielgerichteten wirtschaftlichen Verflechtung schlossen sich zunächst sechs Staaten zu einer Gemeinschaft, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft, zusammen. Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Belgien, die Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlande. Militärische Konflikte sollten nach den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges zukünftig ausgeschlossen werden und der größere, gemeinsame Markt eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums in Gang bringen. Mit dem Benelux-Vertrag beschlossen 1958 drei der Gründungsstaaten, Belgien, die Niederlande und Luxemburg, eine zusätzliche intensivierte Gemeinschaft – das Vorbild des 1993 ins Leben gerufenen Europäischen Binnenmarktes. In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Zahl der Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft. 1973 traten das Vereinigte Königreich Irland und Dänemark bei. Norwegen, dessen Bevölkerung in einem Referendum dem Beitritt widersprach, konnte einen bereits abgeschlossenen Vertrag zum Beitritt in die Gemeinschaft nicht ratifizieren. 1981 traten Griechenland, 1986 Portugal und Spanien nach einer langen Annäherungsphase der Gemeinschaft bei. Wegen der autoritären Regierungen dieser Staaten war der Beitritt erst nach ihrer Demokratisierung zulässig und möglich geworden. Durch die Wiedervereinigung 1990 wuchs die Europäische Gemeinschaft um die 16 Millionen ehemaligen DDR-Bürger weiter an. 1992 gründeten die Mitglieder der Europäischen Gemeinschaft mit dem Vertrag von Maastricht die Europäische Union, deren Zuständigkeit sich seither auch auf Bereiche erstreckte, die nicht wirtschaftlich relevant sind. Österreich, Schweden und Finnland wurden 1995 aufgenommen. Die Bevölkerung Norwegens stimmte dem Beitritt wiederum nicht zu. Im Zuge der zweiten Osterweiterung wuchs die EU am 1. Mai 2004 um weitere zehn Mitgliedsstaaten: Estland, Lettland, Litauen, Polen, Tschechien, Slowenien, Slowakei, Ungarn und Malta. Seit dem 1. Januar 2007 gehören auch Rumänien und Bulgarien als 26. und 27. Mitglied zur Europäischen Union.

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